Vorbildliche Grundschule muss bleiben

Die Alsdorfer SPD-Fraktion informierte sich im Rahmen einer Fraktionssitzung, an der auch der Vorsitzende der SPD-Verbandsgemeinderatsfraktion, Joachim Renfordt, teilnahm, über die Situation der Alsdorfer Grundschule. Während der Führung durch die Räumlichkeiten, und weitergehender Informationen durch die Schulleiterin, Frau Lörsch, konnten sich die Kommunalpolitiker vom guten Zustand der Schule überzeugen und gewannen einen Eindruck in die vielfältigen Angebote, die die Alsdorfer Grundschule ihren Schülern auch außerhalb der Unterrichtsstunden anbietet. Die Nutzung der vorhanden (ehemaligen) Klassenräume als Bibliothek, PC- oder Medienraum sei für die Schüler sehr wertvoll, so die Mitglieder der SPD-Fraktion. „Das räumliche und fachliche Angebot, was die Kinder hier vorfinden, geht deutlich über den durchschnittlichen Standard hinaus“, so Daniel Jung, selbst Lehrer an einer Grundschule. Vor dem Hintergrund der derzeitigen Diskussion über die langfristige Planung der Schulstandorte in der Verbandsgemeinde Betzdorf formulierte die SPD-Fraktion folgende Standpunkte:
1) Die SPD-Fraktion im Ortsgemeinderat Alsdorf setzt sich uneingeschränkt dafür ein, den Grundschulstandort Alsdorf zu erhalten. Es muss Ziel kommunaler Politik sein, möglichst wohnortnahe Grundschulstandorte zur Verfügung zu stellen, vor allem auch, um den hohen Stellenwert der Bildung zu unterstützen.
2) Es ist Aufgabe einer von der Verantwortung für das Gemeinwohl getragenen Kommunalpolitik, langfristige Entwicklungen zu erkennen und daraus verantwortliche, wenn auch nicht immer populäre Entscheidungen, auch vor dem Hintergrund der finanziellen Leistungsfähigkeit einer Kommune abzuleiten. Rückläufige Einwohnerzahlen tangieren z.B. Kindergärten, Schulen, aber auch andere Politikbereiche, so dass langfristige Überlegungen unverzichtbar sind.
3) Der Grundschulstandort Alsdorf darf nicht isoliert betrachtet werden. Vielmehr ist ein Gesamtkonzept für alle Grundschulen in der Verbandsgemeinde auf der Basis der notwendigen Informationen zu erstellen, das auch die Möglichkeit einer Anpassung der Schulbezirke sowie alternative Nutzungsmöglichkeiten für bestehende Räumlichkeiten für kommunale und private Zwecke berücksichtigt.
Nach Ansicht der SPD-Fraktion ist kurzfristiger Aktionismus bei der derzeitigen Diskussion unangemessen und verunsichert unnötiger Weise vor allem Eltern, Schüler und Lehrer. Dem Verbandsgemeindebürgermeister müsse man zudem zugestehen, auch unbequeme Dinge anzusprechen, ohne dadurch gleich einen parteipolitisch motivierten Streit vom Zaun zu brechen. „Die aktuelle Bevölkerungsstatistik weist in den nächsten Jahren stabile Kinderzahlen auf, so dass der Grundschulstandort Alsdorf kurzfristig nicht zur Disposition steht“, erläuterte der Beigeordnete Rudolf Staudt. Erst um das Jahr 2020 herum könnten, diesen Schluss legen die heute zur Verfügung stehenden Zahlen nahe, die Bevölkerungszahlen weiter signifikant zurückgehen. Daher appelliert die SPD-Fraktion an alle Verantwortlichen, die nächsten Jahre für einen ehrlichen und sachorientierten Dialog zu nutzen, um den Ansprüchen an eine nachhaltigen kommunale Entwicklung und den Bedürfnissen der Familien auch langfristig gerecht zu werden. Die SPD-Fraktion zeigt sich davon überzeugt, dass es für die Grundschule in Alsdorf kein automatisches Aus geben muss. Hier ist in erster Linie die Phantasie und Kompromissbereitschaft der politisch Verantwortlichen gefragt, um im Sinne der Kinder und Eltern zu optimalen Lösungen zu kommen.

 

 

Die SPD-Fraktion im Ortsgemeinderat Alsdorf informierte sich zusammen mit dem Vorsitzenden der SPD-Fraktion im Verbandsgemeinderat Betzdorf, Joachim Renfordt (links) über die Verhältnisse in der Alsdorfer Grundschule

 

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