Plötzliches CDU-Interesse an Umweltthemen

Die CDU in Alsdorf entdeckt plötzlich ihr Interesse an Umweltthemen: Bienenfüttern als populistisches aber wenig glaubhaftes Wahlkampfthema in Alsdorf

„Rettet die Bienen“ – so lautet das Thema einer bayerischen Initiative zur Unterstützung der Artenvielfalt und der Insekten. Sicher, der Schutz von Insekten und damit auch von Wildbienen ist eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft. Jeder Bürger kann seinen kleinen oder größeren Beitrag dazu leisten. Auch im eigenen Garten, in dem beispielsweise blühende Nahrungsangebote für Bienen und andere Insekten angeboten werden.

Viele Akteure springen derzeit auf den so populären Zug auf. Ob Discounter, Lebensmittelhandel oder verschiedene Verbände, die Biene hat als freundliches und unterstützenswertes Insekt längst die Herzen der Menschen gewonnen. Doch es mutet mehr als befremdlich an, wenn nun auch Gruppierungen auf den Zug aufspringen, die sich in den letzten Jahren in keinster Weise mit umweltfreundlichen Standpunkten hervorgetan haben. So die CDU Alsdorf, die im Wahlkampf kleine Saatguttütchen verteilte, um „jetzt die Bienen zu füttern“. Das ist die gleiche CDU, die für ein Baugebiet auf Alsdorfs einzigen großzügigen Blumenwiesen wirbt und sich in den letzten Jahren nicht sonderlich für das Thema Umwelt überhaupt engagiert hat. Nun den Eindruck zu erwecken, dass ihr der Artenschutz ein wichtiges Anliegen ist - das ist wenig glaubhaft. Vielmehr wird ein populäres Thema aufgegriffen, als Feigenblatt für die eigentliche Haltung der Akteure. Und ganz nebenbei: Was das verteilte Saatgut angeht, so wirft dies Fragen auf. Weder handelt es sich um heimische noch nach FSC oder einem Öko-Standard zertifizierte Samenkörner. Ob in den Tüten eher Zierpflanzen oder gar Samen aus fernen Ländern wie China oder Afrika enthalten sind – die sind deutlich preiswerter als Saatgut mit heimischen Wildpflanzen, bei denen die Bienen wertvolle Nahrung finden - lässt sich auch im Rahmen einer Internetrecherche anhand der spärlichen Angaben auf der Tüte nicht nachprüfen. Verlässliche Angaben fehlen. Denn wenn heimische oder nach einem anerkannten Standard zertifizierte Saat drin wäre, würde das sicher auch draufstehen, wie es bei anderen Projekten dieser Art der Fall ist. Tut es aber nicht. Die fehlende Deklaration lässt beispielsweise eher die Chinesische Hundszunge, den Türkischen Drachenkopf und das Marokkanische Leinkraut als mögliche Blühpflanzen zur Bienenrettung vermuten. Dabei sind Pflanzen aus anderen Regionen dieser Welt schnell ein Problem in unserem Ökosystem und verdrängen manchmal gar heimische und für die Ernährung unserer Bienen wichtige Pflanzen – das indische Springkraut an der Heller und anderen Ufern lässt grüßen.

Marcus Hehn, Sprecher der SPD-Fraktion im Ortsgemeinderat Alsdorf

 

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