Kaum war bekannt, dass Peer Steinbrück von uns als Kanzlerkandidat zur Verfügung steht, da wurde er von den Medien durch die Mangel gedreht, wie kaum jemand zuvor. Seine Vorträge und Honorare durchzogen die Schlagzeilen und man versuchte, seinen Ruf zu beschädigen. Der offene Umgang mit dem Thema führte allerdings nicht dazu, dass andere Parteien oder Abgeordnete eine gleiche Transparenz ermöglichten. Nun war Parteitag und Peer Steinbrück hat in seiner Rede zur Nominierung als Kanzlerkandidat ein leidenschaftliches Plädoyer zur Zukunft Deutschlands gehalten.
Er sprach vielen aus der Seele, wo er die fehlende soziale Balance, die Ungerechtigkeit und Rücksichtslosigkeit der Exzesse auf den Finanzmärkten beim Namen nannte. Wachsende Kluft in der Vermögensverteilung, ungleiche Startchancen von Kindern, Spaltung des Arbeitsmarktes, schlechte Bezahlung für gute Leistung, mangelnde Gleichstellung von Frauen, marode Kommunen: Das wollen wir nicht hinnehmen. Gerechtigkeit, Maß und Mitte: „Deutschland braucht wieder mehr ‚wir‘ und weniger ‚ich‘“ – dafür steht Peer Steinbrück, dafür stehen wir. Wer dabei war, hat gespürt, dass die Delegierten begeistert waren und unserem Kandidaten aus vollem Herzen Beifall gespendet und Rückhalt gegeben haben. Der Parteitag hat Peer Steinbrück mit 93,5 Prozent zu unserem Kandidaten für das Amt des Bundeskanzlers bestimmt. Wir gehen geschlossen und kämpferisch in den Wahlkampf. Unser Kanzlerkandidat hat das Ziel unmissverständlich formuliert: Kein halber, sondern ein ganzer Regierungs-wechsel. Eine rot-grüne Mehrheit für dieses Land. Peer Steinbrück hat auch klar gemacht, dass wir im bevorstehenden Wahlkampf mit Europa weder taktisch noch kleinmütig umgehen werden. Wir werden Europa erklären und in einer Zeit, da es wirklich darauf ankommt, unsere Verantwortung für den Zusammenhalt Europas unterstreichen.