„Gold – Du kannst mehr, als du denkst“
Sabine Bätzing-Lichtenthäler hatte Angelika Trabert als Ehrengast
Neuwied. Ehrfürchtig und anerkennend nahm Sabine Bätzing-Lichtenthäler das glitzernde Stück Metall in Augenschein, das Angelika Trabert ihr präsentierte:
Es war die Silbermedaille, die sie bei den Paralympischen Spielen 2012 in London im Dressurreiten gewonnen hatte. Angelika Trabert war Gast im Mittwochskino, wo auf Anregung von Sabine Bätzing-Lichtenthäler der Film „GOLD – Du kannst mehr, als du denkst“ gezeigt wurde. Karl-Peter Bruch, der Vorsitzende des rheinland-pfälzischen Behinderten- und Rehasportverbandes war ebenfalls gekommen, um die Veranstaltung zu begleiten und zu unterstützen.
Ein Filmteam hatte im Vorfeld de Paralympics drei behinderte Sportler bei ihren Vorbereitungen auf dieses sportliche Großereignis begleitet. Entstanden ist eine berührende Dokumentation, die beim Zuschauer unwillkürlich Bewunderung und Respekt für die Leistung behinderter Sportler auslöst und ein Appell ist an ein inklusives Leben, in der eine Behinderung keine mehr ist.
Angelika Trabert konnte authentisch und eindrucksvoll aus ihrem Leben berichten. Der Medaillen-Gewinnerin fehlen beide Beine, ihre rechte Hand ist fehlgebildet. Dennoch war das Reiten seit Kindertagen ihr größter Wunsch. Dabei hatte sie gegen viele Widerstände zu kämpfen. „Mich wollte niemand aufs Pferd setzten“, erinnert sie sich. Letztlich setzte sie sich aber durch: Seit 1991 ist sie bei internationalen Wettkämpfen am Start und tritt gar erfolgreich gegen Reiter ohne eine Behinderung an.
Sabine Bätzing-Lichtenthäler würdigte die Dressurreiterin für ihre Hartnäckigkeit und ihr beharrliches Durchsetzungsvermögen. Sie sei ein Vorbild für viele Menschen, die sich durch ihre Behinderung nicht aufhalten lassen wollen und ein aktiver Teil der Gesellschaft sind. „Ob im Sport, im Berufsleben oder im schlichten Alltag: Wir müssen weiterhin daran arbeiten, dass Inklusion und die Teilhabe behinderter Menschen schon in der Schule selbstverständlich wird“, fordert die SPD-Politikerin. Sie ist im Sportausschuss des Deutschen Bundestages für die SPD-Bundestagsfraktion mit dem Thema Behindertensport beschäftigt.
Am Ende wurden alle Besucher überrascht. Wolfgang Bernath war im Publikum. Er ist ein Freund des im Film porträtierten Läufers Henry Wanyoike und konnte von persönlichen Begegnungen mit ihm erzählen.