Matthias Krell als SPD-Kreisvorsitzender wiedergewählt

Der neue und alte Kreisvorsitzende der SPD heißt Dr. Matthias Krell. Er wurde am Samstag, 23. Januar, mit überwältigender Mehrheit in seinem Amt bestätigt. Auch seine Stellvertreter Sabine Bätzing (MdB), Bernd Becker und Horst Klein erhielten das Vertrauen der Delegierten bei der Kreiskonferenz im "Sonnenhof" in Weyerbusch.

 

 

Altenkirchen/Weyerbusch. Dass Matthias Krell gute Arbeit als Kreisvorsitzender der SPD geleistet hat, beweist nicht nur sein gutes Ergebnis bei der Kreiskonferenz der Sozialdemokraten im "Sonnenhof" in Weyerbusch, sondern auch die Tatsache, dass er nun schon zum dritten Male wiedergewählt wurde. Der 50-jährige Betzdorfer führt die Sozialdemokraten im Kreis mit ruhiger Hand - und das wissen die Genossen an der Basis zu würdigen. Vor allem in Zeiten, in denen es der Partei vorne und hinten regelrecht an den Kragen geht - im Bund besonders, aber auch im Land. Aber eben nicht im Kreis. Und das brachte Krell, der unter anderem auch die Bundestagsabgeordnete Sabine Bätzing, seinen Landtagskollegen Thorsten Wehner sowie die ehemaligen Landtagsabgeordneten Hans Helzer und Franz Schwarz begüßte, den 74 Delegierten bei: Kein Grund zur Resignation angesichts der depremierenden Resultate der ältesten deutschen Partei Dank Schröders Basta-Politik. Denn im Kreis sieht das anders aus: "Ein äußerst positives Fazit" lautete Krells Analyse. Bei allen bekannten Schwierigkeiten habe sich die Partei im Kreis Altenkirchen "mehr als wacker geschlagen". Dass dies erreicht wurde, dafür seien die zahlreichen engagierten Helfer ausdrücklich zu loben. "Der Trend war kein Genosse", sagte Krell, und erinnerte eindrücklich an das Desaster bei der Europawahl und das noch schlimmere Ergebnis bei der Partei bei der Bundestagswahl. Trotz dieser schwierigen Bedingungen habe man im Kreis Altenkirchen gute Arbeit geleistet. Dies sei von den Bürgern auch honoriert worden. So habe man im Gegensatz zur CDU leicht zugelegt unhd in den Verbandsgemeinden außer in Flammersfeld Zuwächse zu verzeichnen gehabt. Nun gelte es, weiter die wichtigsten Themen der Kreispolitik zu besetzen wie Bildung, Verkehr und Energie. In der Frage Verkehr zum Beispiel sei es gelungen, mit Hilfe von Verkehrsminister Hendrik Hering die "schwierige Diskussion" zu normalisieren, um schrittweise zu besseren Verkehrsverbindungen zu kommen.
Auch an Kritik an der Bundespartei sparte Krell nicht. So habe man schon im Wahlkampf für die Europawahl 2009 ein Eintreten für ein soziales Europa vermisst. Und dann hätten schließlich bei der Bundestagswahl die Bürgerinnen und Bürger die Nase voll gehabt von der großen Koalition. Hier habe SPD leider kein einheitliches Bild gezeigt. Krell: "Es gab kein klares Profil, wofür die SPD steht." Das, so hofft Krell, werde mit dem neuen Bundeschef Sigmar Gabriel besser. Krell: "Die Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren, wofür die SPD steht."
Auch auf den SPD-Gau Nürburgring ging Krell ein. Das sei eine schwierige Diskussion. Hier müsse Klarheit geschaffen werden: Was ist hier schief gelaufen? Die Landesregierung, so Krell, sei um Aufklärung bemüht und man werde der Diskussion nicht ausweichen, schließlich habe Mainz selbst den Staatsanwalt eingeschaltet und einen Untersuchungsausschuss etabliert.
Im neuen Jahr gehe es nun darum zu zeigen, "wo die Kompetenzen sind." In RLP sei eine gute Politik gemacht worden vor allem in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft.
Die Zukunft ansprechend, sah Krell düstere Zeiten für die Kommunen zukommen angesichts der Politik der neuen Bundesregierung. Denn die angedachten Steuersenkungen seien kontraproduktiv. Gegen diese Fehlentwicklung müssten sich die Politiker in kommunaler Verantwortung wehren, sagte Krell.
Krell sagte, die Vorstellung einer solidarischen und sozial gerechten Gesellschaft müsse wieder Sache der SPD sein. Krell: "Dafür lasst uns arbeiten und kämpfen."

Ak-Kurier, 23.01.2010 (rs)

 
 

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