„Wir leben in bewegten Zeiten. Was in der Welt selbstverständlich war, ist in Schwierigkeiten begriffen.“ Mit dieser Mahnung ergriff der SGK-Landesvorsitzende und Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling auf der jüngsten SPD-Kreiskonferenz in der Dermbacher Mehrzweckhalle das Wort.
Ebling war als Gastredner zum Thema „Pragmatisch. Nah bei den Menschen. Verlässlich – Die Stärke der SPD liegt in den Kommunen“ eingeladen. Er begeisterte die Delegierten mit einer ebenso nachdenklichen wie aufwühlenden Rede.
Lob für Entwicklung in den vergangenen Jahren
Gemeinsam mit SPD Daaden war jetzt die heimische SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Bätzing-Lichtenthäler in der jungen Stadt Daaden unterwegs. Die Genossen nahmen dabei unter anderem den Fontenay-Le-Fleury sowie die gesamte Innenstadt in Augenschein. „Daaden hat sich in den letzten Jahren toll entwickelt, was auch Ausdruck einer gestaltenden Kommunalpolitik ist“, fasste Sabine Bätzing-Lichtenthäler zusammen. In dem Zusammenhang bedankten sich Walter Strunk, Stadtbürgermeister, und Rainer Gerhardus, Sprecher der SPD-Fraktion im Stadtrat, für die enorme Unterstützung durch das Land. Immerhin stammen rund 75% der förderfähigen Kosten aus Landesmitteln in Form von Zuschüssen. Nunmehr stünden auch schon die nächsten Projekte auf der Agenda. So soll der Günter-Wolfram-Platz saniert werden. Ferner wird die SPD im Stadtrat beantragen, einen Kreisverkehr an der L 285 (Abzweigung Im Kirdorf / Denkmalstraße) zu errichten. Der Kreisverkehr soll neben einer besseren Anbindung des Wohngebietes entlang der Denkmalstraße auch für eine Geschwindigkeitsreduzierung auf der L 285 sorgen. Gerade die Geschwindigkeitsreduzierung auf dieser Strecke ist den Genossen im Daadener Land besonders wichtig, da sich dort neben der Grundschule auch eine Kindertagesstätte befindet. Insgesamt – so die übereinstimmenden Meinungen – hat sich Daaden in den vergangenen Jahren nach vorne entwickelt. „Aber es gibt noch viel zu tun und wir wollen Daaden weiterhin gemeinsam entwickeln“, fasst Walter Strunk nochmals zusammen.
„Politik pragmatisch und ideologiefrei gestalten und so das Beste für die Menschen im Kreis Altenkirchen rausholen.“ Diesen Anspruch verfolgt die Kreis-SPD mit Blick auf die Kommunalwahlen im kommenden Jahr. Die Sozialdemokraten stellten dafür auf einer Kreiskonferenz in der Mehrzweckhalle in Dermbach jetzt die personellen Weichen. Bei der Abstimmung über die Liste für die Kreistagswahl zeigten die Genossen Geschlossenheit. Alle Kandidatinnen und Kandidaten wurden mit breiter Mehrheit gewählt. SPD-Kreisvorsitzender und Spitzendkandidat Andreas Hundhausen dankte den Delegierten für den Vertrauensvorschuss.
Jugendpresse RLP legt zweites Magazin zum Thema „Extremismus“ auf
In diesem Jahr können sich wieder 14 junge Medieninteressierte ab 16 Jahren für das neue Medienprojekt der Jugendpresse Rheinland-Pfalz bewerben. Bei der zweiten Auflage des Jugendmagazins „wirklich//wahr“ wird sich alles um das Thema „Extremismus“ drehen. Darauf weisen die Landtagsabgeordneten Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Heijo Höfer hin und rufen interessierte „Nachwuchsjournalisten“ aus dem Kreis Altenkirchen zur Teilnahme auf.
Wie die SPD-Politiker mitteilen, gibt das Projekt jungen Menschen die Möglichkeit, sich unter Anleitung erfahrener Journalisten im Medienmachen auszuprobieren und ein eigenes Magazin zu entwickeln. Die Veranstaltung wird an zwei Wochenenden durchgeführt. Der Auftakt ist vom 23. bis 25. November 2018 in der Jugendherberge Idar-Oberstein. Das Abschlusswochenende findet ab dem 7. Dezember 2018 statt. Sämtliche Kosten für Fahrt, Unterkunft und Verpflegung werden vom Veranstalter getragen.
Wer sich für das Projekt interessiert, findet über die Website www.wirklichwahr.org weitere Informationen. Dort kann man sich auch direkt online bis zum 10. November bewerben.
Lob für Grundschule und Radwegenetz – L286 und Turnhalle bereiten Probleme
Zu einer Ortsbegehung traf sich jetzt die Landtagsabgeordnete Sabine Bätzing-Lichtenthäler mit SPD-Mitgliedern aus Weitefeld. Ortsbürgermeister Karl-Heinz Keßler steuerte mit der Gruppe einige „lokalpolitisch markante Stellen“ an.
Der Rundgang startete zunächst mit einer positiven Erwähnung der modernen technischen Ausstattung der Weitefelder Grundschule. Als einer von wenigen Standorten im Landkreis befindet sich die Bildungseinrichtung in Trägerschaft einer Ortsgemeinde. „Bei uns ist die Kreidezeit vorüber“, kommentierte Keßler die Tatsache, dass in den Klassenzimmern die Schultafeln inzwischen interaktiven elektronischen Whiteboards Platz gemacht haben.

Lob gab es außerdem für das Radwegenetzkonzept. So wird beispielsweise der in Planung befindliche Rad-Rundweg im Daadener Land direkt durch den Ort führen. An Weitefeld vorbei verläuft außerdem die Westerwaldschleife als Teil der Rheinland-Pfalz-Radroute. Auf einer Gesamtlänge von 225 Kilometern kann man hier in mehreren Tagesetappen einmal rund um den Westerwald vom Rhein bis an die Lahn radeln. Sabine Bätzing-Lichtenthäler zeigte sich erfreut, dass man in der Region die „Zeichen der Zeit“ offenbar erkannt habe. Gerade zum schlechten Ausbauzustand der Radwege im Kreis Altenkirchen hatte es bei den jüngsten Dialogveranstaltungen der SPD-Landtagsfraktion viel Kritik gegeben. Nicht zuletzt durch den boomenden E-Bike-Markt sei ein gut ausgebautes Radwegenetz von wachsender Bedeutung für den heimischen Tourismus, so die SPD-Politikerin.
Probleme für Fußgänger bereitet der Verkehr in der Ortsmitte entlang der stark befahrenen Bahnhofstraße (L286). Beim Ausbau der Hachenburgerstraße war im Kreuzungsbereich zur Bahnhofstraße ein sogenanntes „taktiles Fußgängerleitsystem“ integriert worden. Dabei werden besondere Bodenelemente verbaut, die einen hohen akustischen und visuellen Kontrast zum angrenzenden Bodenbelag aufweisen. Dieses Leitsystem führt Fußgänger bis zur Querungshilfe in Höhe der Grundschule. Bätzing-Lichtenthäler überzeugt sich bei ihrem Rundgang von der Notwendigkeit, die Querungshilfe durch einen Fußgängerüberweg mit Zebrastreifen zu ersetzen. Die Entscheidung über eine solche Anlage läge beim LBM Diez, erinnerte Keßler. Um die Planungen voranzubringen will Bätzing-Lichtenthäler die Landesbehörde um eine möglichst kurzfristige Verkehrszählung bitten.
Schließlich konnte sich die Parlamentarierin noch ein Bild vom Fortgang der Turnhallenrenovierung machen. Mit den Arbeiten sei man inzwischen auf der Zielgeraden angekommen, erläuterte Keßler. Diverse Schwierigkeiten bei Planung und Ausführung der Sanierungsmaßnahmen hätten zu Verzögerungen mit deutlichen Mehrkosten für die Gemeinde geführt. Der Weitefelder Ortsbürgermeister bezifferte die gesamten Baukosten auf knapp unter eine Millionen Euro. Bätzing-Lichtenthäler versprach, mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion wegen einer Zuschusserhöhung Kontakt aufzunehmen. Im Rahmen des städtebaulichen Entwicklungskonzeptes ISEK soll außerdem der in die Jahre gekommene Mehrzweckraum umgebaut und zukünftig als Bürgerhaus genutzt werden.
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