Es hätte gerade noch so passen können: Wenige Wochen vor der Bundestagswahl wähnt sich Kristina Schröder doch noch auf der Zielgeraden zum Stichtag 1. August, an dem Schwarz-Gelb endlich das Versprechen einzulösen gedenkt, für alle Kinder unter drei Jahren genügend Kita-Plätze zur Verfügung zu stellen.
Damit wir uns richtig verstehen: Die Anstrengungen und Leistungen von Ländern und Kommunen in den letzten Jahren beim Ausbau von Plätzen in Kitas und der Kindertagespflege waren und sind enorm. Die jüngst verkündigten Zahlen der Familienministerin sind zwar endlich ein Schritt in die richtige Richtung und taugen allenthalben, das ramponierte Image einer im Schwarz-Gelben Kabinett kaum durchsetzungs-fähigen Ministerin aufzupolieren, aber eben nur ein Schritt, und Quantität ist nicht gleich Qualität.
Nein, diesmal ist es nicht Herr Hundt, der uns pünktlich im Wahlkampf an die generelle Nachteiligkeit von Steuern im Allgemeinen und die Erhöhung der selben im Speziellen erinnern möchte, nein, dieses mal malt das Kölner Institut der Deutschen Wirtschaft (DIW) den arbeitsmarkt-politischen Teufel an die Wand, natürlich völlig uneigennützig und schon gar nicht im Interesse der Wirtschaft, so rein objektiv, versteht sich. Zumindest attestiert man der SPD im Gegensatz zu Schwarz-Gelb, mit einem konkreten Programm in den Wahlkampf zu ziehen.
In ihrer Vorlage zum Regierungsentwurf 2014 plant die schwarz-gelbe Bundesregierung ein Streichkonzert an bildungspolitischen Grausamkeiten und setzt sich damit mal wieder in Widerspruch zum selbst gesetzten Anspruch, Bildung und Forschung stünden auf der Prioritätenliste ganz weit oben.
Vielleicht soll aber auch die Warnung des CSU-Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht vor zu vielen Studierenden die Öffentlichkeit auf die tatsächlichen Ziele von Schwarz-Gelb vorbereiten, die mangels konkreterer Informationen wohl auf deutliche Kürzungen nach dem Rasenmäher-Prinzip für sämtliche Träger und Projektpartner hinauslaufen, sofern deren Mittel nicht schon längerfristig abgesichert sind. Der angedachte Abbau von Bildungs- und Forschungsmitteln beginnt bei Auslandsstipendien für Studierenden, geht über die Berufsorientierung von Schülern und die Forschung an Fachhochschulen bis hin zur gesamten Projektförderung, beispielsweise bei IT und Software sowie der besonders zukunftsträchtigen Gesundheitsforschung.
Zu einem weiteren kulturellen Event in der Reihe „Sabines Sonntag“ lud die heimische SPD-Abgeordnete Sabine Bätzing-Lichtenthäler jüngst in Sabines Treffpunkt in ihrem Wahlkreis in Unkel ein. Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher lauschten hier bei leckerem Kaffee und Kuchen während eines vergnüglichen Nachmittages am letzten Sonntag im Juni den mundartlichen Erzählungen des rheinischen Sprachwissenschaftlers Peter Honnen.
Als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) der Abteilung Sprachforschung ist Honnen Spezialist für die Mundarten des Rheinlandes und Verfasser von mehr als 80 Dialektwörterbüchern und zahlreicher weiterer Werke über rheinländische Sprachinseln, Mundarterzählungen, Heimaterzählungen und wissenschaftlicher Abhandlungen über die rheinische Sprache.
Wandern und über Politik sprechen
Die Genossinnen und Genossen aus der Kreisstadt und aus Weyerbusch laden zu einer besonderen Wanderung mit Sabine Bätzing-Lichtenthäler ein. Gewandert wird vom Weyerdamm über den Bürgermeister-Klöckner-Weg durch den Parc de Tarbes durch Honneroth bis zur Kumpstraße. Weiter geht es an der Mennoniten-Kirche vorbei Richtung Helmenzen. Dann führt der Weg durch die Driescheid und über die Kumpstraße und Bachstraße zurück zum Weyerdamm.
Treffpunkt ist am Sonntag, den 28. Juli 2013 um 14.00 Uhr am Parkplatz Weyerdamm.
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