Die Sozial- und Wohlfahrtsverbände haben dieses Jahr „Alter, Armut, Schulden“ in den Mittelpunkt ihrer Aktionswoche 2012 gestellt. Denn die Anzahl verschuldeter ältere Menschen, die die Schuldner-beratungsstellen aufsuchen, steigt.
Die Sozial- und Wohlfahrtsverbände haben dieses Jahr „Alter, Armut, Schulden“ in den Mittelpunkt ihrer Aktionswoche 2012 gestellt. Denn die Anzahl verschuldeter ältere Menschen, die die Schuldner-beratungsstellen aufsuchen, steigt.
Die Gründe dafür liegen vor allem in der andauernden Arbeitslosigkeit von Menschen im Alter über 50 Jahren. Sie ist – trotz des Aufschwungs im vergangenen Jahr – kaum gesunken bei steigenden Lebenshaltungskosten etwa für Miete und Energie. Umso wichtiger wird die Arbeit der Schuldnerberatung.
Die Schuldnerberatung muss – auch im Interesse der öffentlichen Haushalte – besser ausgestattet werden, nicht nur finanziell, sondern auch auf der Ebene psychologischer und persönlicher Beratung. Denn wir wissen: Jeder Euro für die Schuldnerberatung führt zu Einsparungen bei Sozialausgaben in Höhe von zwei Euro.
Aber noch so gute Schuldnerberatung kann eine umfassende Reform der Alterssicherung nicht ersetzen. Der hohe Anteil von fast einem Viertel aller Beschäftigten, die gegenwärtig mit Armutslöhnen wenig bis gar nicht für ihre Alterssicherung vorsorgen können, erwarten zurecht eine Sozialpolitik, die schon heute auf den Schutz vor Altersarmut zielt.
Für die meisten Menschen sind nach wie vor die gesetzlichen Rentenzahlungen die wichtigste Einkommensquelle im Alter.
Die gesetzliche Rentenversicherung muss auch zukünftig ein Leben ohne Armut ermöglichen. Dafür brauchen wir auf Dauer eine umfassende und gerechte Rentenreform, an deren Traglast alle Bürgerinnen und Bürger nach Leistungsfähigkeit beteiligt werden.
Die Thematisierung von Altersarmut und ihren sozialen Folgen ist über den aktuellen Anlass hinaus ein dringender Hinweis mehr um effektiver präventiv tätig zu werden.
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