Plädoyers für Europa und sozialdemokratische Werte - Generalsekretärin Katarina Barley beim Politischen Aschermittwoch

Veröffentlicht am 02.03.2017 in Veranstaltungen

Der SPD-Kreisverband Altenkirchen hatte zum Politischen Aschermittwoch nach Daaden eingeladen.

„Europa weiterentwickeln und nicht in Frage stellen“ lautete der Aufruf Katarina Barleys beim Politischen Aschermittwoch der Sozialdemokraten im Kreis Altenkirchen. Die SPD-Generalsekretärin war auf Einladung des Kreisverbandes und der Landtagsabgeordneten Sabine Bätzing-Lichtenthäler in den Gasthof Koch nach Daaden gekommen. Im Jahr der Bundestagswahl ging es auch darum, für ein starkes Abschneiden der SPD am 24. September zu trommeln.

Eher untypisch für einen Politischen Aschermittwoch schlug die Generalsekretärin überwiegend leise und mahnende Töne an. Diese waren dafür umso eindringlicher. „Unsere Gesellschaft befindet sich an einem Scheideweg“, konstatierte sie mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen in einigen europäischen Ländern. Barley, die neben der deutschen auch die britische Staatsbürgerschaft hat, zeigte sich erschüttert über den Brexit. Durch eine Mischung aus Populismus, einseitiger Stimmungsmache und Falschinformationen habe sich ein ehemals weltoffenes Land sehr zum Negativen verändert. Ob in Polen oder Ungarn, die Mechanismen seien stets dieselben. Als erstes würden Pressefreiheit, Justiz und Frauenrechte eingeschränkt, so die SPD-Politikerin. Mit dem Erstarken der Rechtspopulisten seien auch in Deutschland starke Tendenzen zum nationalstaatlichen Denken sowie zur Spaltung der Gesellschaft erkennbar. „Es kommt jetzt auf jede und jeden von uns an, deutlich zu machen, dass diese Leute nicht die große Mehrheit der Menschen in unserem Land repräsentieren“, appellierte Barley an die Anwesenden.

Wenn es um die Verteidigung der Grundwerte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität gehe, sei die Sozialdemokratie die erste Wahl. Mit dieser Erkenntnis hatte die Gastrednerin zugleich den Bogen zur Bundestagswahl und SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz geschlagen. Seit seiner Nominierung sei eine Aufbruchstimmung innerhalb der Partei spürbar. Das mache sich auch in der hohen Zahl an Neueintritten bemerkbar. „Die Menschen bekennen sich wieder neu zur Sozialdemokratie“, freute sich die SPD-Generalsekretärin.

Einen positiven „Martin-Schulz-Effekt“ gerade auch bei jungen Leuten hatte zuvor schon der hiesige Bundestagskandidat Martin Diedenhofen erkannt. In die Liste der Grußworte reihten sich zudem der SPD-Kreisvorsitzende Andreas Hundhausen und Ortsbürgermeister Walter Strunk als „Hausherr“ ein. MdL Sabine Bätzing-Lichtenthäler rief am Schluss dazu auf, die positive Grundstimmung zu nutzen, um weitere Neumitglieder zu werben.

SPD-Generalsekretärin Katarina Barley freute sich über die Neueintritte im Kreisverband Altenkirchen.

 

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