Außenbecken für neues Schwimmbad?

Joachim Renfordt erklärt, warum seine Fraktion gegen den CDU-Vorschlag ist.

 


Joachim Renfordt

Nur wenige Wochen sind vergangen, dass die Bürger und politischen Verantwortlichen nach der Zusage der Landesbezuschussung und der Genehmigung des vorzeitigen Baubeginns für das Freizeitbad auf dem Molzberg tief durchatmen konnten. Nun gefährdet die Betzdorfer CDU mit ihrem Antrag den Beginn und die Umsetzung des von den Bürgern beider Verbandsgemeinden herbeigesehnten Baus eines Freizeitbades auf dem Molzberg, so die SPD-Fraktion im Verbandsgemeinderat Betzdorf.
Die SPD-Fraktion lehnt darum den Antrag der CDU ab, das Freizeitbad beim jetzigen Stand der Planungen um ein Außenschwimmbecken zu erweitern. Dies verzögere oder verhindere womöglich den Bau des Bades. Darüber hinaus sei die Finanzierbarkeit nicht absehbar.

Unabhängig von der Frage, ob die Kirchener das Bad in Wehbach überhaupt aufgeben wollen oder nicht, ob sie eine solche Alternative für sich akzeptieren können oder nicht: Eine Neukonzeption dieser Art – und dies hat Mainz ja schon signalisiert – erfordert auch eine erneute Wirtschaftlichkeits-überprüfung.
Die schon bei der bisherigen Planung so arg strapazierte Zuschussfrage würde sich erneut stellen. Wieder einmal wäre der Landrat als Aufsichtsbehörde gefordert, gegenüber dem Land zu bestätigen, dass die beiden Verbandsgemeinden ein noch aufwändigeres Projekt als das jetzt geplante stemmen können.

Die CDU stützt ihren Antrag auf einen gemeinsamen Beschluss der Räte in Kirchen und Betzdorf vom 22.05.2007, dass bei der Ausführungsplanung des Freizeitbades noch „Optionen“ möglich wären. Damit gemeint seien ergänzende und die Attraktivität steigernde Maßnahmen. Darunter kann man auch ein Außenbecken im Rahmen der Freizeitanlage verstehen. Ein sol-ches Außenbecken ist allerdings kein Ersatz für ein Freibad.

Deshalb spricht die CDU auch von einem Außenschwimmbecken, „Damit verändert sich die geplante Konzeption eines Freizeitbades, und die CDU nimmt eine Kombination aus Hallen- und Freibad ins Visier. Ein solches Vorhaben sprengt nicht nur jeden Rahmen der bisherigen Planung und Finanzierungslast, es ist auch nicht in Einklang mit dem zitierten Ratsbeschluss zu bringen“, so Joachim Renfordt, der Sprecher der SPD-Fraktion.
Zahlen über zusätzliche Baukosten, Finanzierungsaufwendung und künftiger Betriebslast liegen nicht vor. So steht es für die SPD-Fraktion jedoch schon jetzt außer Frage, dass die zusätzliche Anlage eines Außenschwimmbeckens nachhaltig keine Verbesserung des wirtschaftlichen Ergebnisses bei der Bewirtschaftung des Freizeitbades auf dem Molzberg nach sich ziehen wird.
Selbstverständlich lasse die SPD mit sich darüber reden, ob zu einem späteren Zeitpunkt eine Erweiterung erfolgen solle.
Aber jetzt fordert die SPD-Fraktion eine verzögerungsfreie Umsetzung der vorliegenden Planung.
Diese ist von der Aufsichtsbehörde als finanzierbar bestätigt und vom Land akzeptiert worden.

Die Bürger von Betzdorf und Kirchen wollen endlich wieder ein Bad haben.

Betzdorf, 03.09.2008
ViSdP: Joachim Renfordt

 
 

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